Allgemeine und politische Weiterbildung

Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



Wertorientierungen des Grundgesetzes und gesellschaftlicher Wandel

(18.12.2018) Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) und seine Mitgliedseinrichtungen haben ihr Jahresthema für 2019 festgelegt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wertorientierungen des Grundgesetzes und gesellschaftlicher Wandel“. Im Mittelpunkt stehen dabei die in den ersten Artikeln festgelegten Grundrechte sowie die damit verbundenen Wertorientierungen, die den normativen Rahmen allen politischen Handelns bilden sollten.

Der Verband hat sich für dieses Jahresthema entschieden, da sich angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen die Frage stellt, wie verbindend diese Werte noch sind. Was muss getan werden, um die Tragfähigkeit dieser Grundlage der Demokratie angesichts tiefgreifender Veränderungen zu erhalten? Die politische Bildung ist gefordert, die Grundwerte des Grundgesetzes zu stärken, weiterzuentwickeln und im Alltag aller Menschen zu verankern.

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Deutscher Volkshochschul-Verband fordert Ausbau der Arbeitsförderung

(18.10.2018) Bundesweit können mehr als 7,5 Millionen Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben. Unter ALG-Beziehern beträgt die Quote sogar knapp 36 Prozent. Sofern Betroffene im Erwerbsleben stehen, gehen sie meist einfachen Tätigkeiten nach. Ihr Einkommen reicht oft nicht zum Leben, berufliche Aufstiegschancen sind gering.

Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) fordert daher, die Grundbildung mit in die Leistungen der Arbeitsförderung aufzunehmen. „Grundbildung kann maßgeblich dazu beitragen, die Sockelarbeitslosigkeit zu verringern und mehr Menschen in existenzsichernde Arbeit zu bringen. Dies würde die Arbeitslosenversicherung entlasten und die sozialen Transferkosten von Bund und Kommunen senken“, verdeutlicht Gundula Frieling, stellvertretende Direktorin des DVV.

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Politische Erwachsenenbildung braucht Freiräume

(30.08.2018) Bereits im Jahr 1976 trat das ILO-Übereinkommen 140 über den bezahlten Bildungsurlaub in Kraft. Die Bundesrepublik ratifizierte es noch im selben Jahr und verpflichtete sich völkerrechtlich verbindlich, die Gewährung von bezahltem Bildungsurlaub durch Gesetzgebung, Gesamtarbeitsverträge und Schiedssprüche sicherzustellen.

Allerdings hat der nationale Gesetzgeber bis heute sein Recht auf eine bundesgesetzliche Regelung nicht wahrgenommen. Vielmehr regeln in mittlerweile 14 Bundesländern Landesgesetze den Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub bzw. Bildungsfreistellung. Sachsen und Bayern verfügen immer noch über kein Bildungsfreistellungsgesetz.

In einem Positionspapier fordert die Arbeitsgemeinschaft deutscher Bildungsstätten e. V. unter anderem „die Bildungsurlaubsgesetze/-freistellungsgesetze zu vereinheitlichen und gegenseitige Anerkennungsverfahren einzuführen, um erschwerende Hürden deutlich abzubauen.“ Zudem sollten Anreize geschaffen werden, um „die Bildungsfreistellung noch stärker als wichtiges Instrument zur Förderung der Demokratie durch die Ermöglichung politischer Bildung in allen Bundesländern wahrzunehmen.“

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Bayerischer Landtag beschließt neues Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetz

(23.07.2018) Die Bayern haben ein neues Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetz beschlossen. Mit allen vier gegenwärtig im Landtag vertretenen Parteien, wie alle stolz berichten. „Aufgrund des umfassenden Reformbedarfs“ hätte es eine Änderung des alten Gesetzes nicht mehr gebracht, so die Antragsteller. Doch warum gleich ein neues Gesetz?

Das alte Gesetz hatte durch den Landesrechnungshof 2014 ziemlich Schiffbruch erlitten. „Auf der Grundlage dieser Prüfungen verloren drei Träger auf Landesebene die für die EbFöG-Förderung notwendige staatliche Anerkennung mit der Folge, dass derzeit neben den Volkshochschulen lediglich zwei weitere Landesorganisationen sowie das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes gefördert werden können. Im Hinblick auf die Pluralität der Erwachsenenbildungsträger besteht hier weiterer Verbesserungsbedarf“, so die Begründung des Gesetzes (Drucksache 17/22597). Mit den neuen Definitionen im Gesetz dürfen jetzt mehr Träger gefördert werden.

Und um zu zeigen, dass selbst der Bayerische Landtag die hohe Bedeutung der Weiterbildung erkannt hat, wird die Fördersumme in vier Schritten insgesamt um 20 Millionen Euro jährlich angehoben. Allerdings stehen den Trägern gegenwärtig bei einem Landeshaushalt von fast 61 Milliarden Euro lediglich knapp 20 Millionen Euro zu Verfügung. Das entspricht etwa 1,50 Euro je Einwohner oder 0,3 Promille des Landeshaushalts. Da ist noch viel Luft nach oben.

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Volkshochschulen führen besonders viele Deutschkurse durch

(27.12.2017) Die Volkshochschulen haben 2016 deutlich mehr Kurse durchgeführt als 2015. Deutschkurse für Geflüchtete haben das Geschäft mächtig angetrieben. Alle Sprachkurse zusammen machen 54 Prozent der durchgeführten Veranstaltungen aus. Mit 5,9 Millionen Stunden entfallen gut 60 Prozent der Kursstunden im Sprachenbereich auf Deutschkurse – 1,5 Millionen mehr als 2015. Das geht aus der neuen Volkshochschulstatistik des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) für 2016 hervor.

Das Finanzvolumen stieg 2016 um 14,9 Prozent auf rd. 1,3 Mrd. Euro. An Bedeutung gewonnen hat vor allem die Finanzgruppe der „anderen Einnahmen“ und hier besonders die der Bundesmittel, die 2016 um 119 Prozent auf 150 Mio. Euro wuchsen. In diesen Zahlen sind auch die Mittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Integrationskurse enthalten. Im Gegenzug fällt der Anteil der Teilnahmegebühren am Finanzvolumen um 2,6 Prozent auf rund 38 Prozent.

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