Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Weiterbildungsbeteiligung, formale Qualifikation, Kompetenzausstattung und Persönlichkeitsmerkmale

(14.01.2019) Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat neue und aktualisierte Ergebnisse aus dem Projekt: „Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland - Kompetenzausstattung, formale Qualifikation und Persönlichkeitsmerkmale“ von Kruppe und Baumann als IAB-Forschungsbericht veröffentlicht.

Die Autor*innen betrachten Auswertungen zur Weiterbildungsbeteiligung bei unterschiedlichen Formen (formal, non-formal und informell) der Weiterbildung. Ein Schwerpunkt der Arbeit bildet die Gruppe der formal gering Qualifizierten. Die ausgewerteten Datensätze enthalten neben Daten zur Weiterbildungsbeteiligung auch Informationen zu Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen. Die Autor*innen kommen zu dem Ergebnis, dass gering Qualifizierte nicht zwangsläufig niedrige Kompetenzwerte aufweisen: „etwa 20 Prozent erreichen sogar hohe und höchste Kompetenzwerte“.

Nicht bedeutsam scheint dagegen zu sein, ob die berufliche Erstausbildung direkt nach der Schule oder erst durch eine spätere erfolgreiche Teilnahme an formaler Weiterbildung stattgefunden hat. Bei beiden Gruppen wurden keine signifikanten Unterschiede „in ihren Persönlichkeitsmerkmalen“ gefunden.
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Gewerkschaftsmitglieder dürfen auch schon mal mehr bekommen als der Rest

(29.12.2018) Formal gelten Tarifverträge nur für die beteiligten Parteien, also die organisierten Gewerkschaftsmitglieder und die beteiligten Arbeitgeber. Doch in der Realität gelten sie für alle Beschäftigten. Juristen nennen das „negative Koalitionsfreiheit“. Findige Beschäftigte meinen daher, dass sie grundsätzlich einen Anspruch auf alles haben, was Gewerkschaften mit Arbeitgebern vereinbart haben.

Dieser Ansicht hat das Bundesverfassungsgericht nun einen Riegel vorgeschoben. Eine unterschiedliche Behandlung zwischen organisierten und nichtorganisierten Beschäftigten sei sehr wohl möglich und rechtlich zulässig, so das Gericht. Wenn die unterschiedliche Behandlung nur faktischer Anreiz zur Mitgliedschaft darstelle, aber nicht zugleich „Zwang noch Druck entsteht“, Mitglied zu werden, dann seien solche Regelungen rechtlich in Ordnung.
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Soziale Welten der Erwachsenenbildung

(27.12.2018) Der Begriff der Professionalisierung wird heute in der Weiterbildung im doppelten Sinne gebraucht. Die einen reden über Fertigkeiten und Kenntnisse, die Dozent*innen für ihre Arbeit benötigen. Die anderen reden über ein gemeinsames Berufsbild in der Erwachsenenbildung, das bisher nicht existiert. „Fragen Sie eine/n Erwachsenenbildner/in, wie sie/er sich bezeichnet, werden Sie zig verschiedene Berufsbezeichnungen als Antwort bekommen“, so Petra H. Steiner in ihrer Vorstellung ihrer Dissertation zur Professionalisierung in der Erwachsenenbildung.

Nach ihrer Ansicht bilden (in Österreich) einzelne Gruppen eigene „soziale Welten und professionsspezifische Subkulturen einer Profession Erwachsenenbildung“. Es gebe sowohl eine strukturelle wie eine individuelle Professionalisierung. Die Grenzen zwischen beiden Formen seien fließend und müssten gestaltet werden.

„Die These des Buches ist, dass strukturelle Professionalisierung (Professionalisierung, die nachhaltige Strukturen ausbildet, etwa Ausbildungen, Zertifikate, definierte Zugangsmöglichkeiten zu Arbeitsmärkten) v.a. die Nachhaltigkeit professioneller Dienstleistung sichert. Durch strukturelle Elemente einer Profession können hohe Fluktuation, das baldige Ausscheiden hochqualifizierter ErwachsenenbildnerInnen aus dem Tätigkeitsfeld, und ein zu weites Auseinanderklaffen von Bezahlungsverhältnissen (soziale Gerechtigkeit) und besonders schlechte Bezahlungs- und Arbeitsverhältnisse verringert werden.“
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Sprache und Qualifizierung sind die größten Hürden bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

(27.12.2018) Was muss geschehen, damit Geflüchtete dauerhaft eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben sollen? Das wollten die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen. Dazu befragten Sie Vermittler in den Arbeitsagenturen und Jobcentern, die in letzter Zeit geflüchtete Menschen verstärkt bei der Suche nach Job’s unterstützen.

Als wesentliches Hindernis bei der Suche nach bezahlten Arbeitsplätzen „Geflüchteten identifizieren die Befragten geringe Deutschkenntnisse, nicht verwertbare Qualifikationen sowie die Unkenntnis über Rollenvorstellungen, Sitten und Gebräuche am deutschen Arbeitsmarkt“. Ausreichende Sprachkenntnisse seien entscheidend „für die gesellschaftliche Integration und für den Erwerb formaler Qualifikationen“. Sie sehen es als wichtige Aufgabe an, Geflüchtete „beim allgemeinen und berufsfachlichen Spracherwerb zu unterstützen“. Die Mehrheit der Befragten geht aufgrund der „identifizierten Integrationshemmnisse“ davon aus, „dass die Geflüchteten eher in direkte Konkurrenz zu anderen Migrantengruppen als zu einheimischen Arbeitskräften treten“.
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Mindestlohn-Extra für die Beschäftigten beim Internationalen Bund

(18.12.2018) Der neue Tarifvertrag für die Beschäftigten in der SGB II/III geförderten Weiterbildung wird erst Anfang des nächsten Jahres das Verfahren zur Allgemeinverbindlichkeit durchlaufen haben. Erst danach wird er als Mindestlohn auf alle Unternehmen im Weiterbildungsbereich angewandt.

Für die Beschäftigten der Unternehmen, die in der Zweckgemeinschaft des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB) zusammengeschlossen sind, ist der Tarifvertrag ab Januar 2019 anzuwenden. Was das im Falle des Internationalen Bundes (IB) bedeutet, beschreibt ein aktuelles Flugblatt des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di.
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Wertorientierungen des Grundgesetzes und gesellschaftlicher Wandel

(18.12.2018) Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) und seine Mitgliedseinrichtungen haben ihr Jahresthema für 2019 festgelegt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wertorientierungen des Grundgesetzes und gesellschaftlicher Wandel“. Im Mittelpunkt stehen dabei die in den ersten Artikeln festgelegten Grundrechte sowie die damit verbundenen Wertorientierungen, die den normativen Rahmen allen politischen Handelns bilden sollten.

Der Verband hat sich für dieses Jahresthema entschieden, da sich angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen die Frage stellt, wie verbindend diese Werte noch sind. Was muss getan werden, um die Tragfähigkeit dieser Grundlage der Demokratie angesichts tiefgreifender Veränderungen zu erhalten? Die politische Bildung ist gefordert, die Grundwerte des Grundgesetzes zu stärken, weiterzuentwickeln und im Alltag aller Menschen zu verankern.
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Weiterbildung braucht Weiterentwicklung

(17.12.2018) Nur wenige gesellschafts-, sozial- und wirtschaftspolitische Ziele finden einen so breiten Konsens wie die Forderung, die berufliche Bildung zu stärken. ver.di begrüßt deshalb die Initiative der Bundesregierung für eine nationale Weiterbildungsstrategie unter Einbeziehung der Sozialpartner*innen. Von der jeweiligen Qualifikation hängen aber auch die individuellen Arbeits- und Lebensbedingungen, das Einkommen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die beruflichen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und die Mitbestimmungschancen ab.

Perspektivisch setzt ver.di deshalb auf ein Weiterbildungsgesetz auf Bundesebene. Es soll Zugangsmöglichkeiten, Lernzeiten und deren Finanzierung, Beratung und Qualitätsstandards regeln.
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Aktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Forderungen

(17.12.2018) Trotz der guten Wirtschaftslage gelingt es nicht, prekäre Beschäftigung stärker zurückzudrängen. Dieser Trend muss jetzt umgedreht werden. In wirtschaftlich guten Zeiten gilt es, gute Arbeit mit existenzsichernden Einkommen und normalen Beschäftigungsverhält-nissen flächendeckend durchzusetzen. Der DGB hat Forderungen aufgestellt, um die verheerenden Folgen prekärer Beschäftigung – wie Erwerbsarmut, Spaltung der Belegschaften oder fehlenden sozialen Schutz – abzumildern.

In einer neuen Ausgabe von arbeitsmarktaktuell hat der DGB die Fakten zur Verbreitung von atypischen Arbeitsverhältnissen neu zusammengestellt. Zugleich werden Forderungen entwickelt, um die weitere Zunahme dieser Arbeitsverhältnisse einzudämmen.
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