Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Öffentliche Finanzierung der Weiterbildung

(02.11.2019) Der Bedeutungszuwachs der Weiterbildung wird nicht bestritten. Umstritten ist jedoch, welche Anteile der Staat, die Unternehmen und die Menschen an der Weiterbildung leisten sollen. Angesichts der künftigen Herausforderungen stellt sich die Frage, wie die Architektur der finanziellen Förderung von Weiterbildung in den nächsten Jahren aussehen soll. Zum Ausbau der öffentlichen Förderung von Weiterbildung liegen diverse Vorschläge vor.

Das neu bei der Böckler-Stiftung erschienene Gutachten von Gerhard Bosch untersucht Förderinstrumente aus Schweden, Frankreich und Österreich hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen und ihrer Anschlussfähigkeit an die Weiterbildungsförderung in Deutschland. Vorgeschlagen werden der Ausbau des BAföG zu einem Instrument der individuellen Förderung lebenslangen Lernens und der Ausbau investiver Arbeitsmarktpolitik, u. a. mit der Förderung abschlussbezogener Maßnahmen und der Einführung von Transformationskurzarbeitergeld, Weiterbildungsgeld und Fachkräftestipendien.
mehr...


Wer nur auf die Weiterbeteiligung schaut, verstärkt am Ende die soziale Auslese in der Weiterbildung

(01.11.2019) Sowohl die Indikatoren der Europäischen Union als auch der Bundesregierung haben einen entscheidenden Mangel: Sie messen nur die schlichte quantitative Quote der Weiterbildungsbeteiligung. Der Ausbau der Qualität, eine höhere Effektivität oder auch der Abbau möglicher sozialer Disparitäten im Rahmen der Weiterbildung steht nicht auf der Agenda. Dabei hat der Nationale Bildungsbericht noch im Jahr 2012 festgestellt, „dass sich soziale Disparitäten vor allem in der betrieblichen Weiterbildung verfestigt zu haben scheinen“.7 Und der Nationale Bildungsbericht 2018 konstatiert (allerdings auf Basis der Daten des AES-Trendberichts 2016): „Die traditionellen sozialen Disparitäten in der Weiterbildungsbeteiligung haben weiterhin bestand.“

Auch der „Trendbericht Weiterbildung 2018“ bestätigt diese These. Die soziale Auslese, die leider
ein Problem im gesamten Bildungssystem ist, setzt sich in der Weiterbildung fort. Das zeigt die DGB-Analyse zur sozialen Spaltung in der Weiterbildung 2019, die Matthias Anbuhl auf Basis des Adult Education Survey Trendberichts erstellt hat.
mehr...


Karliczek: Positiver Trend bei Alphabetisierung

(01.11.2019) Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. Zu diesem Ergebnis kommt die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert hat. Das Bundeskabinett hat sich am 30. Oktober mit dem aktuellen Stand zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten von Erwachsenen beschäftigt.

Bundesbildungsministerin Karliczek betonte die Notwendigkeit, die Anstrengungen bei der Förderung fortzusetzen.
mehr...


DGB fordert bei Arbeitslosigkeit: Recht auf Weiterbildung mit monatlichem Zuschuss bei Weiterbildungsteilnahme

(17.10.2019) Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie hat Arbeitsminister Hubertus Heil die Einführung des Rechts auf das Nachholen des Berufsabschlusses angekündigt. Damit wird eine jahrelange Forderung des DGB aufgegriffen. Damit durch dieses Recht auch eine arbeitsmarktpolitische Wirkung entfaltet werden kann, ist eine bessere finanzielle Unterstützung von Arbeitslosen in auf den Abschluss bezogene Weiterbildungsmaßnahmen unabdingbar. Der DGB fordert, das Arbeitslosengeld im Zeitraum einer Umschulung von derzeit 60 bzw. 67 Prozent auf 75 bzw. 82 Prozent um 15 Prozentpunkte zu erhöhen. Bei geringem Arbeitslosengeld und bei Hartz-IV-Bezug soll ein Mindestbetrag von 200 Euro pro Monat gelten. Mehr zum Thema und die konkreten DGB-Vorschläge gibt es hier im neuen DGB-Newsletter arbeitsmarktaktuell.
mehr...


Bundesregierung will Vollzuschuss zum Unterhalt in der Fachschulausbildung

(17.09.2019) Die 4. Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBGÄndG) soll voraussichtlich im Sommer 2020 in Kraft treten. Für die Neuerungen ist in der 19. Legislaturperiode ein zusätzliches Budget von 350 Millionen Euro auf Seiten des Bundes vorgesehen. Die Bundesregierung plant insbesondere einen Vollzuschuss zum Unterhalt für Vollzeitgeförderte. Betroffen sind hier vor allem die Teilnehmer*innen von fachschulischen Ausbildungen (z. B. Erzieherinnen), die in Vollzeit stattfinden. Die Bundesregierung verspricht sich damit eine Stärkung der Fachschulausbildung in den sozialen Berufen.
mehr...